Zi: Aus den KBV Daten lassen sich keine signifikanten Steigerungen von Todesfällen ableiten
Zi: Aus den KBV Daten lassen sich keine signifikanten Steigerungen von Todesfällen ableiten
irreführend, Einzelmeinung, falsche Interpretation von Daten, fehlende Quellenangabe, Interessenkonflikt, unwissenschaftlich
irreführend, Einzelmeinung, falsche Interpretation von Daten, fehlende Quellenangabe, Interessenkonflikt, unwissenschaftlich

Faktencheck

Faktencheck – mehr Todesfälle durch die neuartigen Corona-Impfstoffe

Die AfD behauptet infolge einer Analyse von Krankenkassendaten, dass es durch die Impfkampagne mit den neuartigen Corona-Impfstoffen zu mehr plötzlichen Todesfällen und Herztoden gekommen sei [1].

Für die oben genannte Behauptung hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung der Bundesrepublik Deutschland (Zi) einen Faktencheck durchgeführt. Das Zi kommt zu dem Schluss, die Analyse, welche mit den von der AfD nachgefragten Daten vorgenommen wurde, sei falsch und führt an, die Häufung der Abrechnungen dieser Todesfälle erkläre sich durch einen Kohorteneffekt, zugleich sei laut Zi gar keine Häufung von Todesfällen für die genannten Abrechnungscodes erkennbar. Das Zi vermutet zudem Eingabe- und Übertragungsfehler [2, 3].

Hierbei sind dem Zi aber folgende Fehler unterlaufen: Dem Zi ist offenbar die Datengrundlage nicht klar. Der erklärte Kohorteneffekt liegt nachweislich nicht vor, ebenso wenig wie Eingabe- oder Übertragungsfehler seitens der AFD. Zudem zeigt das Zi selbst eine Grafik, in der kein Anstieg der Todesfälle vorliegt, allerdings ohne weitere Erklärung. Wie das Zi einen Abfall der fraglichen Abrechnungscodes für plötzliche Todesfälle berechnet und grafisch dargestellt haben will, erschließt sich nicht. Natürlich liegt auch ein Interessenkonflikt vor, wenn das Zi selbst die Auffälligkeit nicht bemerkt hat, obwohl es zur Prüfung verpflichtet ist.

Unser Faktencheck ergibt folgendes: Die AfD hat zum einen Daten zu rund 2,5 Mio. Versicherten erhalten, für die 2021 Impfschäden abgerechnet wurden und die demnach höchstwahrscheinlich mit den neuartigen Corona-Impfstoffen geimpft wurden. Zum anderen hat sie Daten zu rund 69,5 Mio. Versicherten mit unklarem Impfstatus erhalten. Wir haben den genannten Datensatz zur Verfügung. Das Zi teilt beiläufig mit, dass die zur Verfügung gestellten Daten nur die Patienten umfassen, die im Jahr 2021 eine kassenärztliche Abrechnung bspw. durch Arztbesuch verursachten. Der daraus abgeleitete Kohorteneffekt begründe sich darin, dass Menschen, die 2021 eine kassenärztliche Abrechnung bspw. durch Arztbesuch verursachten, in den Vorjahren nicht gestorben sein könnten. So sei der Anstieg aus den Daten zu erklären, ohne dass es einen tatsächlichen Anstieg gegeben hätte. Dies widerspricht jedoch zum einen den Erklärungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), welche angibt, dass es sich um zwei Datenpakete handelt: Daten von allen Versicherten, die nachweislich 2021 mit Impfnebenwirkungen behandelt wurden sowie Daten von allen Versicherten, die seit 2016 eine Abrechnung im System verursacht haben. Zudem sind die Daten für andere Abrechnungscodes wie etwa T14.03 plausibel. Wären Fehler vorhanden, so müssten sich diese auch bei anderen Codes finden. Daraus ergibt sich, dass bei näherer Analyse dieser Daten beider Gruppen insgesamt der postulierte Kohorteneffekt gar nicht vorliegt. Weiterhin zeigt das Zi eine Grafik, nach der es angeblich nicht zu einer Häufung plötzlicher Todesfälle kommt. Die von der AfD genannte Häufung ergibt sich allerdings aus den uns vorliegenden Daten ganz klar. Die Grafiken von der AfD lassen sich mit dem Rohdatensatz von uns genau so für die Gesamtheit der Versicherten reproduzieren. Über die 25 Abrechnungsquartale seit Januar 2016 ist der Anstieg deutlich sichtbar:

Berechnet man eine Unterschiedsprüfung für plötzliche Todesfälle gesondert, ergeben sich höchstsignifikante Unterschiede bei den rund 2,5 Mio. nachweislich Geimpften bezüglich der Anzahl der betreffenden Abrechnungen vor und nach Impfbeginn. Dies betrifft die ICD-10-Codes I46.1 „Plötzlicher Herztod“, I46.9 „Herzstillstand nicht näher bezeichnet“ und R99 „Sonstige ungenau oder nicht näher bezeichnete Todesursachen“. Letztere haben sich bei den nachweislich geimpften Patienten* seit Beginn der Impfkampagne fast verdoppelt [4].

Die Erklärung des Zi ist demnach nicht plausibel und höchstwahrscheinlich falsch. Die Analyse der AfD ist höchstwahrscheinlich korrekt, denn wir kommen zum gleichen Ergebnis. Wir sehen definitiv, dass die Todesfälle gestiegen sind, und dieser Umstand kann durchaus mit der Impfkampagne zusammenhängen.

 

* Wir möchten an dieser Stelle anmerken, dass wir die AfD nicht vor anderen deutschen Parteien favorisieren. Am allgemein üblichen Parteienbashing egal welcher Parteien beteiligen wir uns nicht. Wir akzeptieren vielmehr die Entscheidungen des Bundeswahlleiters.

 

Quellen

[1] https://afdbundestag.de/datenauswertung-von-impffolgen/

[2] https://www.zi.de/presse/presseinformationen/13-dezember-2022

[3] https://www.kbv.de/media/sp/Statement_Zi_AfD-PK_2022-12-13.pdf

[4] https://www.kbv.de/media/sp/anlage_tabelle.pdf

Sollen wir für Dich ermitteln?

Wir sehen nicht alle falschen Faktenchecks. Schlag uns einfach eine Seite zur Prüfung vor. Hast Du den Verdacht, dass ein Faktencheck falsch ist? Sind Sachverhalte nicht nachvollziehbar beschrieben? Schreib uns. Ganz kurz, ganz knapp. Wir übernehmen den Rest.

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Hier die Übersicht!

Behauptung

Nach einer Analyse von Krankenkassendaten ist es durch die Impfkampagne mit den neuartigen Corona-Impfstoffen zu mehr plötzlichen Todesfällen und Herztoden gekommen.

Das sagt der Faktenchecker

Die Analyse ist falsch. Die Häufung der Abrechnungen dieser Todesfälle erklärt sich durch einen Kohorteneffekt, zeitgleich ist gar keine Häufung von Todesfällen für die genannten Abrechnungscodes erkennbar. Eingabe- oder Übertragungsfehler werden vermutet.

Kritik am Vorgehen

Dem Zi ist offenbar die Datengrundlage nicht klar. Der erklärte Kohorteneffekt liegt nachweislich nicht vor, ebenso wenig wie Eingabe- oder Übertragungsfehler seitens der AFD. Zudem zeigt das Zi selbst eine Grafik, in der kein Anstieg der Todesfälle vorliegt, allerdings ohne weitere Erklärung. Wie das Zi einen Abfall der fraglichen Abrechnungscodes für plötzliche Todesfälle berechnet und grafisch dargestellt haben will, erschließt sich nicht. Natürlich liegt auch ein Interessenkonflikt vor, wenn das Zi selbst die Auffälligkeit nicht bemerkt hat, obwohl es zur Prüfung verpflichtet ist.

Check the Checker Faktencheck

Die AfD hat zum einen Daten zu rund 2,5 Mio. Versicherten erhalten, für die 2021 Impfschäden abgerechnet wurden und die demnach nachweislich mit den neuartigen Corona-Impfstoffen geimpft wurden. Zum anderen hat sie Daten zu rund 69,5 Mio. Versicherten mit unklarem Impfstatus erhalten. Wir haben den genannten Datensatz zur Verfügung. Das Zi teilt beiläufig mit, dass die zur Verfügung gestellten Daten nur die Patienten umfassen, die im Jahr 2021 eine kassenärztliche Abrechnung bspw. durch Arztbesuch verursachten. Der daraus abgeleitete Kohorteneffekt begründe sich darin, dass Menschen, die 2021 eine kassenärztliche Abrechnung bspw. durch Arztbesuch verursachten, in den Vorjahren nicht gestorben sein könnten. So sei der Anstieg aus den Daten zu erklären, ohne dass es einen tatsächlichen Anstieg gegeben hätte. Dies widerspricht jedoch zum einen den Erklärungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), welche angibt, dass es sich um zwei Datenpakete handelt: Daten von allen Versicherten, die nachweislich in 2021 mit Impfnebenwirkungen behandelt wurden sowie Daten von allen Versicherten, die seit 2016 eine Abrechnung im System verursacht haben. Zudem sind die Daten für andere Abrechnungscodes wie etwa T14.03 plausibel. Wären Fehler vorhanden, so müssten sich diese auch bei anderen Codes finden. Daraus ergibt sich, dass bei näherer Analyse dieser Daten beider Gruppen insgesamt der postulierte Kohorteneffekt gar nicht vorliegt. Weiterhin zeigt das Zi eine Grafik, nach der es angeblich nicht zu einer Häufung plötzlicher Todesfälle kommt. Die von der AfD genannte Häufung ergibt sich allerdings aus den uns vorliegenden Daten ganz klar. Die Grafiken von der AfD lassen sich mit dem Rohdatensatz von uns genau so für die Gesamtheit der Versicherten reproduzieren. Über die 25 Abrechnungsquartale seit Januar 2016 ist der Anstieg deutlich sichtbar.

Berechnet man eine Unterschiedsprüfung für plötzliche Todesfälle gesondert, ergeben sich höchstsignifikante Unterschiede bei den rund 2,5 Mio. nachweislich Geimpften bezüglich der Anzahl der betreffenden Abrechnungen vor und nach Impfbeginn. Dies betrifft die ICD-10-Codes I46.1 „Plötzlicher Herztod“, I46.9 „Herzstillstand nicht näher bezeichnet“ und R99 „Sonstige ungenau oder nicht näher bezeichnete Todesursachen“. Letztere haben sich bei den nachweislich geimpften Patienten* seit Beginn der Impfkampagne fast verdoppelt.

Check the Checker Fazit

Die Erklärung des Zi ist demnach nicht plausibel und höchstwahrscheinlich falsch. Die Analyse der AfD ist höchstwahrscheinlich korrekt, denn wir kommen zum gleichen Ergebnis. Wir sehen definitiv, dass die Todesfälle gestiegen sind, und dieser Umstand kann durchaus mit der Impfkampagne zusammenhängen.

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