Correctiv: Masken schwächen das Immunsystem nicht
Correctiv: Masken schwächen das Immunsystem nicht
Einzelmeinung, Thema verfehlt, wichtige Quellen außer Acht gelassen
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Faktencheck

Faktencheck – Masken und Immunsystem

Masken schwächen nicht das Immunsystem. Zu diesem Ergebnis kommt der Correctiv-Faktencheck und tritt damit entsprechenden Masken-Kritiken entgegen [1].

Laut einem Experten würde weder durch Kontamination der Maske selbst noch durch eine geringere Konfrontation mit Erregern das Immunsystem geschwächt. Zudem würden sich die beiden Aussagen widersprechen. Ob Masken das Risiko für Atemwegserkrankungen erhöhen würden, sei unklar [1].

Wieder zitiert der Faktencheck nur einen einzelnen Experten, und er ist zudem undifferenziert. Wenn das Immunsystem immer wieder den gleichen (selbst abgeatmeten) Erregern ausgesetzt ist, kommt es zu einer erhöhten Exposition bezüglich dieser Erreger. Zugleich kommt das Immunsystem aber nicht mit neuen (fremden) Erregern in Kontakt. Die Aussagen widersprechen sich also nicht, vielmehr vereint die Maske zwei negative Aspekte: zu viele ohnehin vorhandene Erreger, aber keine neuen, gegen die das Immunsystem trainiert werden könnte.

Bakterien im Nasen-Rachen-Raum können sich in der Lunge ansiedeln und Entzündungen begünstigen. Gerade wenn vermehrt die gleichen Erreger eingeatmet werden, kann die virale, bakterielle oder mykotische Last durch diese Erreger ansteigen. Zugleich aber muss das Immunsystem durch die gelegentliche Exposition bezüglich neuer Erreger trainiert werden, was durch Masken, aber auch durch social distancing und durch Lockdowns verhindert wird. Zudem ist das Immunsystem abhängig von der Psyche, welche ebenfalls durch die o.g. Maßnahmen belastet wird. Die derzeitige Häufung an RSV-Infektionen (also an Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus) bei Kindern stützt leider diese These [2, 3, 4, 5].

Masken erhöhen die virale, bakterielle und mykotische Last durch eigene Erreger der maskentragenden Person und verhindern zugleich den Kontakt mit neuen Erregern aus der Umgebung. Das Immunsystem hat vermehrt mit eigenen Erregern zu kämpfen und wird bezüglich neuer Erreger nicht trainiert. Zugleich kann es zu einer erhöhten psychischen Belastung kommen. All dies kann das Immunsystem schwächen. Dass das Tragen von Masken das Risiko von Atemwegserkrankungen erhöhen kann, ist daher sehr wahrscheinlich.

 

Quellen

[1] https://correctiv.org/faktencheck/2020/05/28/coronavirus-nein-masken-schwaechen-nicht-das-immunsystem/

[2] https://web.archive.org/save/https://thedoctorweighsin.com/oral-microbiome-links-autoimmunity/

[3] https://web.archive.org/save/https://aap.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1902/annals.2001.6.1.78

[4] https://web.archive.org/save/https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7194899/

[5] https://web.archive.org/save/https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/rs-virus-kinderkliniken-sind-vielerorts-mit-den-faellen-ueberlastet-b/

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Behauptung

Masken schwächen das Immunsystem

Quellen

verschiedene Aussagen in sozialen Netzwerken

Das sagt der Faktenchecker

Masken schwächen nicht das Immunsystem, weder durch Kontamination der Maske selbst noch durch eine geringere Konfrontation mit Erregern.

Kritik am Vorgehen

Der Faktencheck zitiert nur einen einzelnen Experten, und er ist zudem undifferenziert. Wenn das Immunsystem immer wieder den gleichen (selbst abgeatmeten) Erregern ausgesetzt ist, kommt es zu einer erhöhten Exposition bezüglich dieser Erreger. Zugleich kommt das Immunsystem aber nicht mit neuen (fremden) Erregern in Kontakt. Die Aussagen widersprechen sich also nicht, vielmehr vereint die Maske zwei negative Aspekte: zu viele ohnehin vorhandene Erreger, aber keine neuen, gegen die das Immunsystem trainiert werden könnte.

Check the Checker Faktencheck

Bakterien im Nasen-Rachen-Raum können sich in der Lunge ansiedeln und Entzündungen begünstigen. Gerade wenn vermehrt die gleichen Erreger eingeatmet werden, kann die virale, bakterielle oder mykotische Last durch diese Erreger ansteigen. Zugleich aber muss das Immunsystem durch die gelegentliche Exposition bezüglich neuer Erreger trainiert werden, was durch Masken, aber auch durch social distancing und durch Lockdowns verhindert wird. Zudem ist das Immunsystem abhängig von der Psyche, welche ebenfalls durch die o.g. Maßnahmen belastet wird. Die derzeitige Häufung an RSV-Infektionen (also an Infektionen mit dem Respiratorischen Synzytial-Virus) bei Kindern stützt leider unsere These.

Check the Checker Fazit

Masken erhöhen die virale, bakterielle und mykotische Last durch eigene Erreger der maskentragenden Person und verhindern zugleich den Kontakt mit neuen Erregern aus der Umgebung. Das Immunsystem hat vermehrt mit eigenen Erregern zu kämpfen und wird bezüglich neuer Erreger nicht trainiert. Zugleich kann es zu einer erhöhten psychischen Belastung kommen. All dies kann das Immunsystem schwächen. Dass das Tragen von Masken das Risiko von Atemwegserkrankungen erhöhen kann, ist daher sehr wahrscheinlich.

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